Bundeslandtest Österreich
Hier präsentieren wir Ihnen die Ergebnisse des Bundeslandtest auf sozioland. Am Bundeslandtest von sozioland haben über 3.000 Teilnehmer teilgenommen.
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"Wer vergisst, woher er kommt, ist verloren!"
zur Auswertung „Sage mir wo Du wohnst und ich sage Dir wer Du bist!“ – Unter diesem Motto stand der große Bundeslandtest auf sozioland, im Zuge dessen 3.000 Österreicher die verschiedenen Bundesländer bewerten und analysieren konnten.
Wien spaltet wie so oft die Republik – die Hauptstadt führt gleichzeitig die Liste der beliebtesten, als auch die der unbeliebtesten Bundesländer an. Schönster Dialekt ist nach Angaben der österreichischen Teilnehmer/innen das Vorarlbergerische, am meisten geflirtet wird nach eigenen Angaben in Kärnten.
[Artikel] sozioland, August 2007
Beliebtestes Bundesland
Der Großteil der Befragungsteilnehmer/innen stammt aus Vorarlberg, gefolgt von Teilnehmer/innen aus der Steiermark und aus Wien. Auf die Frage, in welchem Bundesland die Befragten neben ihrem momentanen Wohnort gerne leben würden, antworteten 12% der Befragten mit Wien. 11% könnten sich vorstellen in Kärnten zu leben, dicht gefolgt von Tirol und Salzburg. Doch so sehr die Hauptstadt die einen reizt, schreckt sie die anderen ab: 30% gaben weiterhin an, sie können sich Wien als potentielles Wohnziel gar nicht vorstellen. Gefolgt wird Wien auf der Liste der unbeliebten Wohnziele vom Burgenland, in dem weitere 17% nicht wohnen möchten.
Am heimatverbundensten sind laut Bundeslandtest die Tiroler, Salzburger und Kärntner: Knapp 50% der Einwohner aus diesen Bundesländern können es sich nicht vorstellen, ihr Bundesland zu verlassen.
Wien: Hassliebe zur Hauptstadt
Egal ob man sich für oder gegen die Hauptstadt als Wohnort entscheidet, Wien bleibt mit seinem Facettenreichtum ein interessantes Bundesland. Bezeichnend ist auch, dass die Befragten nicht die großen Politiker, Dichter und Denker zu den größten Wienern wählten, sondern die verstorbene Popgröße Falco (49%). Sigmund Freud und Johann Strauß können dem schrillen Sänger nicht das Wasser reichen und belegen nur den zweiten und dritten Platz auf der Beliebtheitsskala.
Besonders im Punkto Infrastruktur und Erholung kann Wien bei seinen Einwohnern punkten, im Bereich Politik bekommt die Obrigkeit jedoch eine gehörige Watsche von der Bevölkerung: mit einem „befriedigend“ können sich Wiener Politiker nicht viel auf ihre Arbeit einbilden, ganze 20% bezeichneten ihre Arbeit sogar als „mangelhaft“.
Von den Außenstehenden werden den Einwohnern der Hauptstadt zwar eine überdurchschnittliche Modernität zugeschrieben, doch in Punkto Freundlichkeit erhalten die Wiener mit Abstand die schlechtesten Noten.
Flirtmuffel im Norden Österreichs
Obwohl Niederösterreicher von Bewohnern anderer Bundesländer in Punkto Offenheit als relativ durchschnittlich bewertet werden, fallen sie in ihrer Selbsteinschätzung als ziemliche Flirtmuffel auf. Mehr als 50% gaben an, selten bis sehr selten zu flirten. Weitere 9% gaben sogar an, nie mit Fremden zu liebäugeln. Ähnlich schlecht bestellt ist es um die Kontaktfreudigkeit der Oberösterreicher, die auf der Liste der Flirtmuffel den zweiten Platz belegen. Geht man jedoch von der derzeit größten Oberösterreicherin Christl Stürmer aus, die 48% zur beliebtesten Persönlichkeit des Bundeslandes wählten, so schlummern hinter den zurückhaltenden Oberösterreichern Kräfte, die Massen bewegen und begeistern können. Zur berühmtesten Persönlichkeit Niederösterreichs wurde die Skirennläuferin Michaela Dorfmeister (33%) gewählt, gefolgt von den Politikern Erwin Pröll und Leopold Figl.
Steiermark: Traditionsbewusst und freundlich
Steirer sind nach Ansicht der Österreicher überdurchschnittlich freundliche Zeitgenossen. Des Weiteren werden sie als die traditionellsten Bundesbürger Österreichs gesehen. Kein Wunder, dass sie mit ihrer bodenständigen und freundlichen Art auch das Ausland für sich gewinnen können, wie z. B. der gebürtige Grazer Arnold Schwarzenegger. Von den steirer Befragungsteinehmer/innen bekam der Schauspieler und Politiker die volle Punktzahl und wurde von 42% zum berühmtesten Steirer gewählt.
Tirol - Hier wird am schönsten gesprochen
Auf den ersten Blick scheint die vorarlberger Mundart es den Österreichern am meisten angetan zu haben. Schaut man jedoch genauer hin, so sind es vor allem die Vorarlberger selbst, die von ihrem Dialekt begeistert sind. Schließt man bei der Bewertung das eigene Bundesland aus, belegt schnell Tirol den ersten Platz, gefolgt von Kärnten. Bis auf die Niederösterreicher und die Wiener bekommen Tiroler von allen weiteren Bundesländern die Bestnote für Ihren Dialekt. Ein/e Teilnehmer/in bezeichnete „das Tiroler Krächzen“ sogar als „irrsinnig sexy“. Doch auch wenn oft das Verständnis unter der Mundart leidet, so ist sich doch die Mehrheit der Befragten darin einig, dass jeder Dialekt einzigartig und erhaltungswürdig ist.
Kärnten: Offen und flirtbereit
Kärnten wurde im Zuge des Bundeslandtests eine Offenheit bescheinigt, die sich auch im Flirtverhalten widerspiegelt: 63% der befragten Kärntner gaben an, oft bis ständig zu flirten. Auf der Liste der großartigsten Kärntner findet sich der Moderator und ehemalige Skirennläufer Armin Assinger wieder.
Burgenland schneidet nicht gut ab, Vorarlberger verschlossen
Glaubt man dem Bundeslandtest, so scheint das Burgenland von den Österreichern leider etwas vernachlässigt: Nur wenige können sich vorstellen dort zu wohnen und dies, obwohl die Burgenländer als überdurchschnittlich freundlich betrachtet werden. Doch auch die Burgenländer selbst gaben sich eher zurückhaltend, nur wenige beteiligten sich an dem bundeslandübergreifenden Test.
Anders ist es um die Vorarlberger bestellt, deren Interesse am Bundeslandtest als recht groß einzuschätzen war. Zur berühmtesten Persönlichkeit Vorarlbergs wurde der Politiker Herbert Sausgruber gewählt.
Salzburg - Land der Bildungsbürger?
Es scheint bezeichnend, dass die Salzburger Wolfgang Amadeus Mozart mit Abstand zur größten Persönlichkeit des Landes wählten und nicht ein Sternchen aus der aktuellen Unterhaltungsindustrie. Schließlich gelten die Salzburger nach Angaben der Befragten anderer Bundesländer als die gebildetsten Österreicher. Für die Salzburger selbst scheinen aber andere Kriterien als die scheinbar überdurchschnittliche Bildung der Einwohner ausschlaggebend für die Wahl ihres Wohnortes: Für sie ist Salzburg „einfach der schönste Platz zum Leben und Glücklichsein!“
Test für Lokalpatrioten?
Der Bundeslandtest soll eventuelle Fronten zwischen den Bundesländern natürlich nicht verhärten. Ziel war es vielmehr, lokalen Differenzen auf den Grund zu gehen, da in jedem Vorurteil auch ein Fünkchen Wahrheit stecken könnte. Zum anderen bot der Bundeslandtest von sozioland allen Österreichern, ob Lokalpatrioten oder nicht, die Möglichkeit, sich mit ihrer Heimat auseinander zu setzen. Denn, um mit den Worten eines Teilnehmers zu schließen, „Wer vergisst, woher er kommt, ist verloren.“
Harry Potter Tippspiel
sozioland präsentiert die Ergebnisse des Harry Potter-Tippspiels.
Am Tippspiel von sozioland haben über 5.500 Teilnehmer teilgenommen.
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Hogwarts, Slytherin, Quidditch und Voldemort. Diese Begriffe haben nichts mit
mongolischem Essen oder slawischen Volksstämmen zu tun, sondern lassen
seit mittlerweile 8 Jahren die Herzen nahezu aller Fantasy-Fans höher schlagen.
Harry Potter und seine Freunde fesseln Jung und Alt gleichermaßen. Obwohl
die Geschichte vom Zauberlehrling zunächst nur das junge Publikum ansprechen
sollte, fiebern auch "Erwachsene" jedem neuen Band entgegen. So geschehen
bei der jüngsten Veröffentlichung aus der Feder von Harry Potter Autorin
J.K. Rowling. Es ist zwar erst seit dem 1. Oktober auf Deutsch zu haben, doch
konnten Dutzende von deutschen HP-Fans es sich nicht nehmen lassen, die Geschichte
vom Half-Blood Prince bereits im englischen Original zu lesen.
Neben vielen Fans hat Harry Potter auch Kritiker, die dem jungen Zauberer die
Kinderzimmertauglichkeit absprechen. sozioland wollte wissen, wie die Leser
und Nicht-Leser darüber denken und wie sie den sechsten Teil bewerten.
Von Ende Juli bis Ende September haben 3.000 Personen mitgemacht. Und es zeigt
sich, dass nicht alle Erwartungen erfüllt worden sind.
Eine deutliche Mehrheit von 60% haben den letzten Band vor dem großen
Finale bereits gelesen. 35% werden ihn noch lesen oder sind gerade dabei und
nur 5% halten sich fern vom Zauber der Bücher.
"Setzen, Sechs!" - Von wegen!
Die Noten, die Harry Potter verliehen bekommt, wünschen sich sicherlich
nicht wenige seiner Leser für ihre eigene Schullaufbahn. Nur 10% der Befragten
verweigerten dem sechsten Buch die Schulnote "sehr gut". Die englische
Version war für zwei Drittel flüssig lesbar und unterhaltsam. Die
Erwartungen wurden also nicht enttäuscht. Oder doch?
"Rowling übertreibt es mit den Katastrophen"
Der fünfte Band war ein sehr düsteres Buch, in dem Harry fast nur
Enttäuschungen im Kampf gegen seinen Erzfeind Voldemort hinnehmen musste.
Viele Fans erwarteten deshalb eine weitaus positivere Fortsetzung im sechsten
Band. "Rowling at her best, ich habe bei keinem Band soviel gelacht",
begeisterte sich einer der Befragten. Andere Stimmen beschwerten sich über
"null Spannung bis auf die letzten drei Kapitel" und eine "zähfließende
Handlung ohne Begründung, warum etwas auf eine bestimmte Art passiert".
Dennoch hat das Buch die Erwartungen von 44% erfüllt, und von einem weiteren
Drittel gar übertroffen.
Wer ist der Half-Blood Prince?
Die Titel von Büchern geben häufig Rätsel über die Handlung
auf, und machen gerade dadurch auf das Buch neugierig. Es wurde schon viel gerätselt,
wer der Gefangene von Askaban sei, doch beim Half-Blood Prince kursierten eine
Menge Gerüchte in den Harry Potter-Foren. Ein Drittel der TeilnehmerInnen
hatte denn auch zumindest eine Ahnung, um wen es sich handelte. 60% waren sehr
überrascht, für 13% der Gruppe der unter 14-jährigen war offensichtlich,
wer sich hinter dem halbblütigen Prinz verbirgt. Und: "Wer der Half-Blood
Prince ist, war leider nach wenigen Kapiteln offensichtlich".
Häufig wurde der Kommentar geäußert, dass im Laufe der Handlung
sehr schnell deutlich wurde, welcher der Charaktere halb Zauberer halb Muggel
ist.
"Ein reizendes Kerlchen!"
Die Figur des Harry Potter macht im Laufe der Geschichte eine starke charakterliche
Entwicklung durch. Sie wird mit zunehmenden Jahren und wachsender Erfahrung
älter und reifer. Nachdem im vorigen Buch viele Enttäuschungen und
Schmerzen zu verdauen waren, ging es diesmal - zu anfangs - etwas ruhiger zu.
So fanden 80%, dass Harry reifer und erwachsener geworden ist. Desgleichen wirkt
er auf rund 70% insgesamt kontrollierter und geduldiger als im fünften
Teil. Das ist besonders "seinem Auftreten Autoritätspersonen gegenüber
anzumerken", "er denkt mehr nach und hat sein Schicksal akzeptiert".
"Freunde bis in den Tod"
Die Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine ist ein zentrales Thema der
Bücher. Im vierten und vor allem im fünften Band wurde ihr Vertrauen
zueinander auf eine harte Probe gestellt. Das ändert sich im sechsten Teil
trotz kurzzeitiger Funkstille zwischen Ron und Hermine. Das Versprechen der
beiden, Harry bei seinem Kampf gegen Voldemort zu unterstützen wirkte auf
viele Befragte (60%) "sehr erwachsen und festigt den Zusammenhalt".
"Der Tod ist blöd!"
Auch in Hogwarts ist niemand unsterblich. Dass mussten die Fans schon im fünften
Band hinnehmen, als Harry´s Vertrauter Sirius Black das Zeitliche segnete.
Im Nachfolger entschloss sich J.K. Rowling erneut einen Hauptcharakter
sterben zu lassen. Dass es genau diese Person trifft, hatten zwei Drittel der
Befragten befürchtet. Doch da die Autorin immer für eine Überraschung
gut ist, "kann man sich nicht sicher sein, ob dieser Charakter nicht doch
wieder auftaucht".
Papst und Potter
Die mediale Aufmerksamkeit um Harry Potter zog nicht nur eine Verfilmung der
Buch-Reihe nach sich. Vertreter der Kirche bis hin zum jetzigen Papst sorgten
ebenfalls für kurzen Wirbel, der aber schnell verpuffte. Viele Fans finden
es schön, "dass eine Roman-Reihe soviel Beachtung findet". 45%
der Befragten halten das Maß an Aufmerksamkeit für genau richtig.
Ein erheblicher Störfaktor ist, dass wegen der Popularität "schon
vorher wesentliche Handlungsfäden in den Medien verraten werden".
Darum wünscht sich ein Viertel der TeilnehmerInnen weniger Aufruhr in den
Medien.
Traum-Fabrik im Potterrausch
Die Verfilmung von Büchern war schon immer ein Trend in Hollywood, an dem
Harry Potter natürlich nicht vorbeikam. Am 17. November wird die Adaption
des vierten Buches "Harry Potter und der Feuerkelch" in die Kinos
kommen. Die Vorfreude ist groß, vor allem beim jungen Publikum. 87% der
Gruppe unter 14 Jahren freut sich sehr auf den Film. Nur 5% aller Befragten
freuen sich nicht auf den Film und werden den Kinos wohl fernbleiben.
Animagus
"Der Gefangene von Askaban" ist das beste Harry Potter Buch. Eine
deutliche Mehrheit von drei Vierteln bewertete die Geschichte um Sirius Black,
den besten Freund von Harrys Eltern, mit der Note "sehr gut".
Die Gerüchteküche brodelt
Bei Fortsetzungen, egal ob Film oder Buch, kursieren häufig Vorberichte,
Vermutungen und Annahmen über die mögliche Handlung in den Fan-Gemeinden.
Viele Leser von Harry Potter ärgern sich über das Ausplaudern von
Handlungsfäden und Schlüsselszenen in den Medien kurz vor einer Veröffentlichung.
Doch gaben nur 15% der TeilnehmerInnen an, sich keine Gedanken über die
Geschehnisse im Halbblütigen Prinz gemacht zu haben. Dass dies auch beim
siebten Band so sein wird, bestätigen 95% der Befragten. Und wer sich im
Internet in einschlägigen Foren umschaut, wird jetzt schon viele Theorien
über das wohl letzte Harry Potter Buch finden können.
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